Magnet(ische)Farbe

Über Magnetismus und MagnetFarbe

Warum manche Magnete bis zu 20 Blatt an A4-Kopierpapier halten und andere, ähem … nun … nur eines. Gerade so.

Kapitel:

  • Magnetismus
  • Schichtstärke
  • Bessere magnetische Eigenschaften durch glattere Oberflächen
  • Magnetfolio: starke Magnetkraft

Magnetismus

Vorweg: MagnetFarbe ist nicht magnetisch, sie ist ferromagnetisch. Wie gewöhnliches Eisen. Das bedeutet, dass sie eine Anziehungskraft auf Magnete ausübt.

In der Farbe selbst ist ein hoher Anteil an speziellem Eisenpulver enthalten. Das macht die Farbe schwer, mit einer Dichte von 2,62 (2,62kg/Liter).

Obwohl sie einen hohen Anteil an Eisenpulver enthält, kann die magnetische Kraft nicht mit der einer Platte verglichen werden, die ganz aus Eisen besteht, wie beispielsweise eine Kühlschranktür. Das liegt daran, dass die Menge an Eisenpartikeln pro Quadratzentimeter sehr viel geringer ist als bei einer Eisenplatte. Dieser Umstand macht die Qualität des verwendeten Magneten zum entscheidenden Faktor für die Magnetstärke.

Billige (braune/schwarze) Magnete, wie man sie bisweilen als Werbegeschenk bekommt, sind für die Benutzung auf Kühlschranktüren gedacht und funktionieren mit einem Minimum an Magnetkraft. Es gibt zwar auch höherwertige braune/schwarze Magnete, aber diese sind nur schwer von solchen niedriger Qualität zu unterscheiden. Deshalb rät MagPaint zur Verwendung von Neodym-Magneten, die an ihrer Stahloberfläche erkennbar sind. Sie werden aus dem stärksten magnetischen Material hergestellt.

Dies kann den Unterschied zwischen einem Haltevermögen von nur einem oder 20 Blatt A4-Kopierpapier ausmachen.

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In Büros verwendete Magnete: sogar ein Taschenrechner wird aufgehängt, um mehr Platz auf dem Schreibtisch zu schaffen (mittels zwei Magnetstreifen auf der Rückseite). Magnetfarbe mit einem Deckanstrich aus klarer Glitzerfarbe (blau)

Schichtstärke

Benutzen Sie nie weniger als 0,5 Liter MagnetFarbe pro Quadratmeter, oder die Magnetkraft wird nachlassen. 0,5 Liter erzielen eine Schichtstärke von etwa 0,7mm, was ideal für Magnete ist. Bei Verwendung von Neodym-Magneten kann Extra-Magnetkraft durch Erhöhen der Schichtstärke der MagnetFarbe erzielt werden. Das liegt daran, dass Neodym bis tief in die Farbe hinein wirkt, während andere Magnete auf der Oberfläche bleiben.

Gewöhnlich wird eine Schichtstärke von 0,7mm durch Auftragen von zwei oder drei Schichten MagnetFarbe erzielt. ALLERDINGS … hängt dies ganz von der Art und Weise ab, wie Sie streichen, sowie von den verwendeten Streichwerkzeugen. Manche Leute tragen dicke Schichten auf, andere vergleichsweise dünne. Also: wenn Sie einen Lack-Roller benutzen, wird weniger Farbe aufgetragen als bei Verwendung eines Langhaar-Rollers. Eine optimale Magnetkraft-Ergebnisse erzielende Schicht (0,7 – 1,0 mm) kann durch Sprühen mit Hilfe der Luftlos-Technik erhalten werden. Weitere Informationen finden Sie unter ‘Anwendung’.

Bessere Magneteigenschaften durch glattere Oberflächen

Magnete funktionieren desto besser, je näher sie dem Metall sind. Eine sehr glatt gestrichene Oberfläche erzielt deshalb eine stärkere Magnetkraft als eine rauer gestrichene Oberfläche. Die kleinen Lücken direkt unter dem Magnet führen bei raueren Deckanstrichen zu einer Abschwächung der Magnetkraft, da sich in diesen Lücken keine Metallpartikel befinden.

Hierzu gibt es nur ein Gegenargument: wenn die Oberfläche mit einer sehr glatten/schlüpfrigen Farbe gestrichen ist, kann die Haltekraft des Magneten beeinträchtigt werden. Das ist der Grund, weshalb auf schlüpfrigen Oberflächen immer Neodym- (Stahl-) Magnete verwendet werden sollten.

Magnetfolie: starke Magnetkraft

Die beeindruckendste Wirkung erzielt MagnetFarbe bei Verwendung in Kombination mit Magnetfolie: wirklich schwere oder große Dinge können an die Farbe gehängt werden. Magnetfolie zieht optimalen Nutzen aus der Oberfläche. Die gesamte Oberfläche der Magnetfolie kann genutzt werden und Dank der Größe der Oberfläche ist ein Abrutschen praktisch nicht möglich.

Dennoch ist das Ablösen von der Oberfläche sehr leicht und bestimmt den Punkt, an dem Objekte herunterfallen.

Beispiele: